Der Ryder Cup - Mehr als nur ein Wettkampf zwischen Europäern und Amerikanern

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Vor wenigen Wochen erst ist seine Frau gestorben – trotzdem gehörte der Nordire beim Ryder-Cup zu den wichtigsten Stützen im europäischen Team

Es wird eines jener Bilder sein, die von diesem Ryder Cup bleiben werden: Darren Clarke, vom Regen vollkommen durchnässt, wie er seinem Freund und Spielpartner Lee Westwood in die Arme fällt nach diesem spektakulär eingelochten Chip an der 16, der den beiden Kumpels bei den samstäglichen Fourballs den Sieg sicherte gegen die amerikanischen Superstars Tiger Woods und Jim Furyk. Der Jubel der Fans brandete in diesem Augenblick in einer Heftigkeit auf, wie es nur beim Ryder Cup möglich ist.

„Ich wusste, dass Heather gewollt hätte, dass ich hier spiele“, sagte Clarke vor Beginn dieses Kontinentalduells. Deshalb habe er Euro-Kapitän Ian Woosnam seine Bereitschaft signalisiert, in Dublin abzuschlagen, so dass dieser ihm schließlich eine seiner beiden Wildcards zukommen ließ. Clarkes Ehefrau Heather war nach langjähriger Krankheit am 13. August an Brustkrebs gestorben.

Immer wieder mit den Tränen gekämpft

Keiner wird von den Fans so unterstützt wie der 38-Jährige aus Dungannon – nicht nur aufgrund seiner irischen Herkunft. Vielmehr ist es seine geradlinige, offene Art, die die Menschen lieben. Entsprechend empfingen sie ihn im K Club, als er am Freitagmorgen am ersten Tee stand: mit einem ohrenbetäubenden Beifallssturm.

Er habe mit den Tränen gekämpft in diesen Minuten am Abschlag, so sehr überwältigte ihn die Größe des Augenblicks. Trotzdem gelang ihm gleich an diesem allerersten Loch ein Birdie. Am Ende dann, als er an der Seite von Spielpartner Westwood diese Fourballs-Partie gegen Phil Mickelson und Chris DiMarco mit „1 auf“ gewonnen hatte, weinte er tatsächlich.

Zurück in die Wirklichkeit

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Irgendwann im Verlaufe dieser Woche wurde Clarke gefragt, ob dieser Ryder Cup für ihn einen therapeutischen Effekt habe nach dem Schmerz der letzten Wochen. „Auf dem Platz zu stehen, bringt mir nicht wirklich eine Erleichterung“, antwortete er, „aber Golf hilft mir mit Sicherheit, wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden“. Natürlich lägen seine Prioritäten nun bei seinen Kindern – Clarke hat zwei Söhne, den achtjährigen Tyrone und den fünfjährigen Conor –, aber irgendwann müsse er auch wieder den Weg zurückfinden in sein Arbeitsleben.

Das ist ihm gelungen: Nach den beiden Fourballs-Siegen an der Seite von Westwood gewann Clarke auch seine Einzel-Partie gegen Zach Johnson mit „3 und 2“. Drei Einsätze, drei Punkte – eine makellose Bilanz. Kein Wunder, dass er nach dem ersten Einzelsieg bei seiner insgesamt fünften Ryder-Cup-Teilnahme die Tränen erneut nicht mehr zurückhalten konnte.
Unterstützung von allen Seiten.
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„Die Emotionen waren einfach enorm“, sagte er bei der letzten Pressekonferenz des europäischen Teams am Sonntagabend: „Ich bin wirklich froh, dass Woosie mir die Wildcard gegeben hat, denn es war einfach fantastisch, Teil dieses Teams zu sein. Ich habe unglaublich viel Unterstützung erhalten in dieser Woche, sowohl von meinen Mannschaftskollegen und ihren Partnerinnen als auch von den Amerikanern und ihren Partnerinnen und überhaupt von allen Seiten. Auch die Fans haben mich sehr berührt. Und dies alles bedeutet unendlich viel für mich.“

„Die Emotionen waren einfach enorm“, sagte er bei der letzten Pressekonferenz des europäischen Teams am Sonntagabend: „Ich bin wirklich froh, dass Woosie mir die Wildcard gegeben hat, denn es war einfach fantastisch, Teil dieses Teams zu sein. Ich habe unglaublich viel Unterstützung erhalten in dieser Woche, sowohl von meinen Mannschaftskollegen und ihren Partnerinnen als auch von den Amerikanern und ihren Partnerinnen und überhaupt von allen Seiten. Auch die Fans haben mich sehr berührt. Und dies alles bedeutet unendlich viel für mich.“
Quelle

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